Wohnungsbrand in Uschlag am 16.01.2009
In der Nacht zu Samstag
wurden die Uschläger Feuerwehrkameraden durch den Alarm aus ihrer
Jahreshauptversammlung gerissen. Um 21.46 Uhr, Abschnittsleiter Ullrich
Uhlendorf hatte gerade mit seinem Bericht begonnen, liefen die Melder und
Sirenen. Da alle Kameraden im Gerätehaus waren, war man in minutenschnelle zur
stelle. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte am Brandort stand das Gebäude in
Vollbrand. In Staufenberg wurde Großalarm ausgelöst. Gemeinsam mit den anderen
Wehren wurde ein übergreifen auf Nachbargebäude verhindert. Eines der
Nachbargebäude steht so dicht, das an der Wand der Außenputz riss und
Kunststoffjalousien schmolzen. Die Drehleiter aus Hann. Münden wurde
angefordert, da man aufgrund der großen Hitzeentwicklung keinen Innenangriff
durchführen konnte. Damit konnte man das Feuer auch in der Mitte des Gebäudes
bekämpfen. Ein im Garten stehender Flüssiggastank musste Abgeschiebert und
gekühlt werden, um schlimmeres zu verhindern. Zeitweise waren 8 C Rohre und ein
B Rohr, sowie 130 Feuerwehrleute und 18 Fahrzeuge im Einsatz. Auch
Gemeindebürgermeister Volker Zimmermann war an der Einsatzstelle. Gegen 1.00Uhr
war das Feuer unter Kontrolle, und die ersten Kräfte fuhren zum Gerätehaus
Uschlag um Atemluftflaschen und andere Gerätschaften zu Tauschen, um im
Ernstfall wieder Einsatzbereit zu sein. Als Reserve standen Männer der
Berufsfeuerwehr Kassel zur Verfügung. Bei Heißgetränken, Brötchen und Kuchen
konnte man sich hier im Gerätehaus auch ein wenig aufwärmen. Eine Brandwache
blieb noch bis in die Morgenstunden. Es wurde eine Person mit Rauchgasvergiftung
in ein Krankenhaus gebracht. Das Gebäude brannte völlig aus.
Die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren war hervorragend. Dieser Einsatz hat
wieder gezeigt, dass jede Feuerwehr benötigt wird, auch wenn der Ort noch so
klein ist.
Bericht von Pressewart Helmuth Strippel
Bilder von Helmuth Strippel